Gaming-Hauptstädte Deutschlands 2026: Der große Städtevergleich

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Wo wird in Deutschland am meisten gezockt? Ein Blick auf 100 Städte zeigt klare regionale Unterschiede im Ranking zu PS5- über Nintendo- bis Gaming-PC-Verkäufen.
Wenn die gamescom im August ihre Tore öffnet, verwandelt sich Köln wie jedes Jahr zur Gaming-Metropole Europas: Hunderttausende Besuchende strömen dann zur größten Gaming-Messe der Welt. Am selben Tag eröffnet mit dem MediaMarkt Tech Village Köln unser drittes Lighthouse in Deutschland. Der passende Anlass für uns also, um einmal einen Blick auf die echten Gaming-Hauptstädte Deutschlands zu werfen. Denn nicht nur auf der Messe wird gezockt, sondern das ganze Jahr über in den eigenen vier Wänden.
Wir haben die Online-Verkäufe der letzten 12 Monate ausgewertet und in den 100 größten deutschen Städten verglichen. Dafür haben wir uns folgende Kategorien genauer angeschaut: Nintendo (Konsolen und Spiele), PlayStation (Konsole und Spiele), PC-Gaming (PC-Spiele, Gaming-Laptops und PCs) sowie Gaming-Handhelds und Streaming-Equipment für alle, die ihr Gameplay live mit anderen teilen.
Gesamtranking: Deutschlands Gaming-Zentren
Bevor wir in die einzelnen Kategorien eintauchen, lohnt sich der Blick aufs große Ganze. Alle Kategorien zusammengefasst ergeben die Gaming-Hauptstadt Deutschlands.
Mit rund 84,1 Gaming-Käufen pro 10.000 Einwohnende ist Wuppertal die unangefochtene Gaming-Hauptstadt Deutschlands. Damit liegt die Stadt gut 50 % über dem Durchschnitt aller untersuchten Städte (55,4). Auf Platz zwei folgt Rostock (72), knapp vor Gelsenkirchen (71,7) und Bottrop (71,7). Acht der zehn Top-Städte liegen in Nordrhein-Westfalen: Das Ruhrgebiet und das Rheinland sind damit Deutschlands Gaming-Zentren.
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Auf welchem Gerät zockt Deutschland?
Ein Blick auf die nach Kategorien aufgeschlüsselten Verkaufszahlen zeigt außerdem: Deutschland ist eindeutig ein Konsolenland. Nintendo-Konsolen und -Spiele machen zusammen gut 51 % aller Käufe aus. Weitere knapp 44 % entfallen auf PlayStation-5-Konsolen sowie Spiele für PlayStation 4 und 5. Damit vereinen Nintendo und PlayStation gemeinsam rund 95 % der Verkäufe auf sich. PC-Spiele sowie Gaming-Laptops und -PCs erreichen dagegen zusammen lediglich gut 3 %. Auch Streaming-Equipment bleibt mit einem Anteil von weniger als 1 % ein Nischensegment.
Und wo wird was gezockt? Ein regionaler Blick auf die Verkäufe zeigt, in welcher Nische einige Städte besonders hervorstechen.

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Wuppertal wuppt die Nintendo-Konsole
Die Nintendo Switch bleibt Deutschlands beliebteste Konsole, und beim Blick auf die reinen Konsolenverkäufe spiegelt sich das auch wider.
Gemessen an den Einwohnenden kauft keine Stadt so viele Nintendo-Konsolen wie Wuppertal: 24,8 Verkäufe pro 10.000 Einwohnende, klar vor Witten (21,9), Bottrop (21,8), Leverkusen (21,6) und Bochum (21,5).
Rostock schnappt sich den Highscore bei den Spielen
Bei den Spiele-Käufen dreht sich das Blatt: Rostock zieht an allen vorbei und landet mit 18 Spielen pro 10.000 Einwohnenden auf Platz eins, vor Düren (16,7), Chemnitz (16,4), Bonn (15,7) und Hagen (15,2). Wuppertal fällt hier sogar aus den Top 10, ein Konsolen-Champion muss also nicht automatisch auch beim Software-Nachschub vorne liegen.
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Wuppertal übernimmt auch den PS5-Controller
Nach Nintendo schalten wir um: PlayStation tickt anders, spielt aber genauso oben mit. Ob FIFA-Abend oder der nächste Story-Blockbuster, auch hier verraten die Verkaufszahlen, wer in Deutschland den Controller am häufigsten in der Hand hält.
Auch bei den PS5 Konsolen spielt Wuppertal ganz vorne: rund 18 Verkäufe pro 10.000 Einwohnende, mehr als doppelt so viel wie der Durchschnitt von 7,6 Konsolen. Auf Platz zwei folgt Düren (11,8), dann Hannover (11,7), Gießen (11,4) und Hamm (10,8).
PS5: Regionale Unterschiede beim Anschaffungspreis
Beim durchschnittlichen Anschaffungspreis zeigt der regionale Vergleich ein anderes Bild: In Heilbronn wurden durchschnittlich 424 € für eine PS5 gezahlt, in Ludwigshafen am Rhein 417 €. In Mülheim an der Ruhr liegt dagegen der Schnitt bei nur 350 €, gefolgt von Ratingen (356 €) und Tübingen (362 €).
Auf den ersten Blick mag das überraschen, schließlich hat die PS5 eine unverbindliche Preisempfehlung von aktuell rund 650 €. Die Preisspannen lassen sich aber durch unterschiedliche Modelle wie Digital Edition oder PS5 Pro sowie Bundles mit Zubehör oder Rabattaktionen erklären. Auch die bereits dritte Preiserhöhung seit Markteinführung von Sony im Betrachtungszeitraum dürfte Einfluss genommen haben.
PS5- und PS4-Spiele: Wer eine Konsole hat, braucht auch Spiele
Zum allumfänglichen PlayStation-Erlebnis gehört natürlich auch das passende Spiel, ob nun der aktuelle Blockbuster oder ein Klassiker für die Vorgängerkonsole, PS4, die in vielen Haushalten weiterhin läuft. Wer investiert hat, will schließlich auch zocken, und genau das zeigt sich auch in den Verkaufszahlen.
Herne ist der PS5-Spielemeister
Bei den PS5-Spielen liegt Herne mit 24,2 Spiel-Käufen pro 10.000 Einwohnende vorn, dicht gefolgt von Gelsenkirchen (22,6), Bottrop (22,2) und Wuppertal (20,5).
Ein Blick in den Warenkorb zeigt, nochmal ein ganz anderes Bild. Witten zahlt im Schnitt am meisten für ein PS5-Spiel (53,75 €), dicht gefolgt von Cottbus (53,50 €) und Kaiserslautern (48 €). Am günstigsten kaufen PS5-Spiele-Fans in Lübeck (35,70 €) und Freiburg im Breisgau (35,80 €) ein.
PS4-Spiele: Ludwigsburg hält der alten Konsole die Treue
Wer weiterhin auf die PS4 setzt, ist in Ludwigsburg in guter Gesellschaft: Dort werden mit 4,2 Käufen pro 10.000 Einwohnende die meisten PS4-Spiele gekauft, vor Gießen (4) und Mainz (3,8).
Übrigens: Der durchschnittliche Artikel-Preis für ein PS4-Spiel liegt mit rund 23 € 44 Prozent unter dem der PS5-Spiele (rund 41 €), viele der älteren Titel sind inzwischen deutlich günstiger zu haben. Auch bei der Kaufhäufigkeit zeigt sich, wie weit die PS4 inzwischen zurückliegt: Auf ein neu gekauftes PS4-Spiel kommen fast sechs PS5-Spiele, die Konsolen-Nostalgiker:innen sind also klar in der Minderheit.
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PlayStation gesamt: Das Ruhrgebiet räumt ab
Zählt man PS5-Konsole, PS5-Spiele und PS4-Spiele zusammen, bleibt Wuppertal ungeschlagen: Mit rund 42,1 Käufen pro 10.000 Einwohnende kauft die Stadt gut ein Fünftel mehr als Verfolger Gelsenkirchen, vor Herne, Bottrop und Düsseldorf, die alle dicht beieinanderliegen.
Auffällig: Fast alle Top-Städte liegen in Nordrhein-Westfalen, insbesondere im Ruhrgebiet und im Rheinland. Für viele PlayStation-Fans aus der Region ist es damit nur ein Katzensprung zur größten Gaming-Messe Europas.
Am meisten investiert dabei Heilbronn: Dort werden im Schnitt 183 € für PlayStation-Produkte ausgegeben, der höchste Wert unter allen untersuchten Städten. Dahinter folgen Gera (177 €) und Bottrop (171 €). Die Schnäppchenjäger:innen finden sich in Mülheim an der Ruhr (123 €) und in Freiburg im Breisgau (129 €).
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Gaming: PC & Zubehör
PC-Gaming ist ein eigenes Universum: eigene Hardware, eigene Spiele, eigene Kultur. Wer sich einmal für Maus und Tastatur entschieden hat, bleibt meist dabei, ob am stationären PC, auf dem Gaming-Laptop oder unterwegs mit dem Handheld.
Gaming-Laptops & PCs: Eine seltene, aber teure Anschaffung
Bei stationären und mobilen Gaming-Rechnern wird online deutlich seltener zugeschlagen als bei allen anderen Kategorien in dieser Analyse. Denn wer sich für einen Gaming-Laptop oder -PC entscheidet, muss tiefer ins Portemonnaie greifen als bei jeder anderen Anschaffung in dieser Auswertung.
Im Schnitt liegt der Artikel-Preis hier bei rund 1.941 € pro Kauf. Besonders häufig wird in Ratingen gekauft (0,7 Käufe pro 10.000 Einwohnende), gefolgt von Ludwigsburg (0,5) und Herne (0,5). Im Vergleich zu Konsolen und Spielen bleibt die Kategorie damit klar eine Nische, fällt beim Budget pro Kauf aber umso stärker ins Gewicht.
Bremerhaven shoppt sich ins nächste Level
Passend zum Laptop oder PC müssen natürlich auch die Spiele her. Gemessen an den Einwohnenden werden in Bremerhaven die meisten PC-Spiele gekauft (3,2), dicht gefolgt von Schwerin (3,1), Erfurt (2,8), Chemnitz (2,6) und Rostock (2,5). Es zeigt sich: Im Gegensatz zu PlayStation und Nintendo dominieren hier nord- und ostdeutsche Städte und kleinere Großstädte, während die klassischen Metropolen im Mittelfeld oder noch weiter hinten landen.
Auch beim durchschnittlichen Artikel-Preis geht es quer durchs Land unterschiedlich zu: In Iserlohn wird rund 87 € für ein Spiel ausgegeben, mehr als das Vierfache vom Konstanz, wo im Schnitt nur 20 € für ein PC-Spiel ausgegeben wirs, so wenig wie in sonst keiner der untersuchten Städte. Ein ebenfalls großzügiges Spiele-Budget haben Bergisch Gladbach (76 €) und Darmstadt (70 €).
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Gezockt wird auch unterwegs und live
Neben den drei großen Bereichen lohnt sich auch ein kurzer Blick in zwei kleinere Kategorien. Gaming-Handhelds sind kompakte, mobile Spielkonsolen. Besonders häufig sind die Schweriner:innen damit unterwegs: Mit 1,3 Käufen pro 10.000 Einwohnende liegt Schwerin mehr als doppelt so hoch wie der Durchschnitt aller untersuchten Städte (0,5).
Und wer sein Spielerlebnis nicht nur für sich behalten, sondern mit anderen teilen möchte, braucht passendes Streaming-Equipment. Hier shoppt sich Jena nach vorn: Mit 1,09 Käufen pro 10.000 Einwohnende wird dort ebenfalls mehr als doppelt so viel gekauft wie im Städte-Durchschnitt (0,46).
Methodik
Die Auswertung basiert auf Online-Verkaufsdaten von MediaMarktSaturn im Zeitraum vom 01.06.2025 bis 30.06.2026. Betrachtet wurden die 100 größten deutschen Städte. Ausgewertet wurden ausschließlich Online-Käufe; stationäre Verkäufe sind nicht berücksichtigt.
Die Analyse umfasst folgende Produktkategorien: PlayStation 5 (Konsolen), PlayStation 5 Spiele, PlayStation 4 Spiele, Nintendo Konsolen, Nintendo Spiele, PC-Spiele, Gaming-Laptops, Gaming Handhelds und Streaming Equipment.
Für jede Stadt wurden die Gesamtverkaufszahlen sowie der durchschnittliche Warenkorb berechnet. Der durchschnittliche Warenkorb bezieht sich dabei auf Nettopreise. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Verkaufszahlen zusätzlich auf 10.000 Einwohnende normiert.
Die Daten wurden nach bestem Wissen und Gewissen erhoben; ein Anspruch auf Vollständigkeit besteht nicht. Unterschiedliche Erfassungsmethoden und Berichtszeiträume können zu Abweichungen führen.
